Wegeführung zuerst, Markierung danach
Bevor markiert wird, gehört die Wegeführung festgelegt: Wo fahren Stapler, wo gehen Menschen, wo kreuzen sich beide? Aus dieser Planung ergeben sich Lage und Breite der Streifen – und daraus das Fliesenraster. Wird die Markierung erst nachträglich in einen fertigen Boden gedacht, entstehen Passstücke und Versätze genau an den Stellen, die auffallen sollen.
Streifenbreite wählen
Zwei Verarbeitungsbreiten decken die üblichen Fälle ab: 14 Zentimeter für die Abgrenzung von Wegen in normal genutzten Bereichen, 28,5 Zentimeter dort, wo die Trennung auf Entfernung erkennbar sein muss – etwa an Hallenkreuzungen, vor Toren oder entlang stark befahrener Hauptwege. Die breitere Ausführung nutzt ganze und diagonal geschnittene Fliesen, die schmalere kommt mit diagonal geschnittenen aus.
Verlegung im Bestand
In einer bestehenden Halle muss für die Markierung nicht der ganze Boden erneuert werden. Die Streifenachse wird aufgenommen, der vorhandene Belag im Streifenbereich entfernt und die Signalfliesen im gleichen Aufbau eingesetzt. Wichtig ist ein bündiger Abschluss zur vorhandenen Fläche – eine Kante im Verkehrsweg wäre genau das Gegenteil dessen, was die Markierung leisten soll.
Kombination mit dem Hallenboden
Am wirtschaftlichsten ist die Markierung, wenn sie mit dem Bodenbelag zusammen geplant wird: gleiche Fliesenstärke, gleiche Verlegeart, ein Arbeitsgang. Die Rutschhemmung des Wegs richtet sich dabei nach dem Bereich, den er durchquert – im trockenen Lager R10, in der Fertigung mit Ölanfall R11 oder R12. Die Markierung selbst gibt es in denselben Ausführungen wie den Belag.
Reinigung
Für die Markierung gilt, was für den übrigen Boden gilt: nicht rückfettende Reiniger, keine wachshaltigen Pflegemittel, keine flusssäurehaltigen Produkte. Weil die Farbe durch den gesamten Scherben geht, verändert auch intensive maschinelle Reinigung den Kontrast nicht – anders als bei Farbmarkierungen, die durch Scheuersaugmaschinen zusätzlich abgetragen werden.