Versorgungsbereiche zuerst
Der wirtschaftliche Nutzen keramischer Böden liegt im Krankenhaus meist nicht auf der Station, sondern dahinter: Zentralküche, Spülbereich, Sterilgutaufbereitung, Wäscherei, Ver- und Entsorgung. Dort wirken Dampf, Chemie und Dauerrollverkehr gleichzeitig – und dort verschleißen Beläge, die auf der Station noch jahrelang halten würden.
Hohlkehlsockel und Anschlüsse
In allen Bereichen, die nass gereinigt oder desinfiziert werden, gehört ein Hohlkehlsockel zum Boden. Der gerundete Übergang lässt keine Ecke stehen, in der sich Rückstände halten, und ist mit Wischdesinfektion vollständig erreichbar. Türanschlüsse und Durchdringungen werden dicht ausgeführt, damit keine Feuchtigkeit hinter den Belag gelangt.
Fugen
Desinfektionsmittel, Reiniger und heißes Wasser greifen zementäre Fugen an. In Aufbereitung, Küche, Wäscherei und Nassbereichen gehört ein epoxidharzgebundener Fugenmörtel in die Ausschreibung. In trockenen Pflegebereichen ist das nicht zwingend – dort ist die Reinigbarkeit der Fuge das Hauptkriterium.
Betrieb ohne Stillstand
Kliniken lassen sich nicht abschalten. Keramische Böden können abschnittsweise erneuert werden, was eine bereichsweise Sanierung bei laufendem Betrieb ermöglicht. Wichtig sind Aufnahme der Aufbauhöhen an Türen und Aufzügen und eine eingelagerte Materialreserve für spätere Teilreparaturen.