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Industriefliesen für Gewerbe und Verkaufsflächen

Im Gewerbe muss der Boden zwei Dinge gleichzeitig können, die sich sonst ausschließen: aussehen und aushalten. Im Verkaufsraum, im Ausstellungsbereich und im Kundenempfang zählt die Optik, wenige Meter weiter in der Vorbereitung, im Lager oder in der Werkstattannahme zählt nur noch Belastbarkeit. Wer dafür zwei verschiedene Bodensysteme einsetzt, bekommt an jeder Türschwelle eine Kante, eine Fuge und eine Schwachstelle.

Keramische Bodenfliesen lösen das über die Ausführung statt über das Material: dieselbe Serie, dasselbe Format, derselbe Farbton – aber R9 im Verkaufsraum, R11 in der Vorbereitung und R12 dort, wo Fett oder Nässe anfallen. Für repräsentative Flächen gibt es zusätzlich glanzpolierte Ausführungen, deren Glanz nicht aus einer Glasur entsteht, sondern direkt aus der polierten Oberfläche des Feinsteinzeugs – und die trotzdem R9 erreichen.

Was auf dieser Seite steht

Welche Rutschhemmung für Verkaufs-, Bedienungs- und Vorbereitungsbereiche gefordert ist, wie sich ein Betrieb mit einem Fliesenprogramm durchgängig ausstatten lässt und was das für Format und Optik bedeutet.

Verkaufsraum mit großformatigem, glanzpoliertem Fliesenboden©KI-generiertes Symbolbild – keine Originalaufnahme
KI-generiertes Symbolbild – zeigt kein ausgeführtes Objekt.
KI-generiertes Symbolbild – zeigt kein ausgeführtes Objekt.
R9 bis R12eine Serie, mehrere Ausführungen
glanzpoliertrepräsentative Oberfläche mit R9
über 40 Jahreangenommene Nutzungsdauer ohne Sanierung
7 Formatevom kleinen Raster bis 600 × 300 mm
15 mmStärke auch für Anlieferung und Lager

Was der Boden im Gewerbe leisten muss

Optik im KundenbereichVerkaufs-, Ausstellungs- und Empfangsflächen wirken über den Boden. Große Formate und ruhige Farbtöne bis hin zur glanzpolierten Ausführung geben ein hochwertiges Bild, ohne die technischen Eigenschaften aufzugeben.
Unterschiedliche Bereiche, unterschiedliche VorgabenVerkaufsraum R9, Bedienungsgang für unverpacktes Fleisch R11, Verkaufsbereich mit Fritteuse R12 mit V4: In einem Betrieb gelten oft mehrere Bewertungsgruppen nebeneinander.
Durchgängigkeit ohne MaterialwechselVom Verkaufsraum über die Vorbereitung bis zur Anlieferung derselbe Belag – gewechselt wird nur die Ausführung. Das spart Übergangsprofile und die typischen Problemstellen an Türen.
Belastung hinter der ThekeRollcontainer, Handhubwagen, abgestellte Kisten: Auch im Gewerbe wirken Punkt- und Rollbelastungen. 15 mm starke Fliesen decken Verkauf und Anlieferung mit demselben Material ab.
Reinigung im laufenden GeschäftGereinigt wird täglich, oft mehrfach und ohne Sperrzeiten. Die feuerversiegelte Oberfläche braucht keine Imprägnierung, nimmt keinen Pflegefilm an und bleibt auch nach Jahren gleich.
Eingang und AußenbereichEingänge, Außentreppen und Verkaufsflächen im Freien haben eigene Anforderungen. Frostbeständiges Feinsteinzeug erlaubt es, den Belag über die Schwelle nach draußen zu führen.

Auswahlhilfe: Rutschhemmung, Zonen und Oberflächen

Geforderte Bewertungsgruppe nach Bereich

BereichBewertungsgruppeVerdrängungsraum
Verkaufsräume, KundenräumeR9
Kassen- und PackbereicheR9
Bedienungsgänge (außer Fleisch, Backwaren, Molkerei, Fisch)R9
Bedienungsgang Fleisch und Wurst, unverpackte WareR11
Bedienungsgang Fleisch und Wurst, verpackte WareR10
Bedienungsgang Brot und Backwaren, unverpackte WareR10
Bedienungsgang Molkerei- und Feinkosterzeugnisse, unverpacktR10
Bedienungsgang Fisch, unverpackte WareR12
Warenannahme Fleisch, unverpackte WareR11
Verkaufsbereiche mit ortsfesten Backöfen (Herstellen)R11
Verkaufsbereiche mit ortsfesten Backöfen (Aufbacken)R10
Verkaufsbereiche mit ortsfesten Fritteusen oder GrillanlagenR12V4
Vorbereitungsbereiche für Lebensmittel zum SB-VerkaufR10
Fleischbearbeitung im Handwerksbetrieb mit VerkaufR12V8
Blumenbinderäume und -bereicheR11
Verkaufsbereiche im FreienR11 oder R10V4 (bei R10)
Eingangsbereiche innenR9
Eingangsbereiche von außen, AußentreppenR11 oder R10V4 (bei R10)

Werte nach der Unfallverhütungsvorschrift für Arbeitsräume mit Rutschgefahr (DGUV Regel 108-003, früher BGR 181). Verbindlich ist die Einstufung im Rahmen Ihrer Gefährdungsbeurteilung.

Ein Programm für den ganzen Betrieb

ZoneTypische AusführungFormat
Verkaufs- und AusstellungsflächeR9, auf Wunsch glanzpoliert600 × 300 oder 400 × 400 mm für ein ruhiges Bild
Eingang und WindfangR10 bis R11, außen mit Verdrängungsraum300 × 300 mm, Schmutzfangzone eingeplant
Theke und BedienungsgangR10 bis R12 je nach Ware300 × 300 oder 200 × 200 mm
Vorbereitung und BackbereichR11, bei Fritteusen R12 mit V4200 × 200 mm mit Gefälle zum Ablauf
Lager und AnlieferungR10 bis R11300 × 300 mm, 15 mm Stärke
Außenfläche und RampeR11 bis R12, frostbeständig200 × 200 oder 300 × 300 mm

Der Vorteil liegt im Durchlaufen: gleicher Farbton, gleiches Format, gleiche Aufbauhöhe – nur die Rutschhemmung wechselt je Bereich. So entstehen weder Übergangsprofile noch optische Brüche.

Oberflächen für den Kundenbereich

AusführungWirkungRutschhemmung
Fein gesprenkelt (Feinkorn)ruhig und gleichmäßig, unauffälligR9 bis R12 je nach Format
Grob gesprenkelt (Grobkorn)lebendig, natursteinähnlichR9 bis R12 je nach Format
Glanzpoliertfeiner Glanz, hochwertige AnmutungR9
Geschiefertmatt strukturierte OberflächeR10

Der Glanz der polierten Ausführung entsteht nicht durch eine Glasur, sondern durch Politur der Feinsteinzeugoberfläche – er ist deshalb extrem abriebfest und bleibt auch bei starkem Publikumsverkehr erhalten.

Passende Produkte für Gewerbeflächen

Durchgefärbtes Feinsteinzeug in sieben Formaten und mehreren Oberflächen – von glanzpoliert im Verkaufsraum bis R12 mit Verdrängungsraum in der Vorbereitung.

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Keramische Sicherheits- und Markierungsstreifen aus voll durchgefärbten Bodenfliesen in Gelb und Schwarz.

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Feinsteinzeug-Bodenfliesen
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Durchgefärbte Feinsteinzeug-Bodenfliesen mit feiner Sprenkelung – 15 mm stark, in sieben Formaten, vier Farben und Rutschhemmungen von R9 bis R12/V8. Gemacht für extreme und dauerhafte Beanspruchung.

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VIGRANIT® GROBKORN

Feinsteinzeug-Bodenfliesen
Feinsteinzeug15 mm StärkeR9 bis R12/V86 Formate

Durchgefärbte Feinsteinzeug-Bodenfliesen mit grober Sprenkelung – 15 mm stark, in sechs Formaten, vier Farben und Rutschhemmungen von R9 bis R12/V8. Gemacht für extreme und dauerhafte Beanspruchung.

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Planung vom Eingang bis zur Anlieferung

Ein Boden, mehrere Anforderungen

Der übliche Fehler im Gewerbebau ist die getrennte Betrachtung: schöner Belag vorne, robuster Belag hinten. An der Nahtstelle entsteht dann ein Profil, das Schmutz sammelt, bei Rollverkehr leidet und irgendwann zur Stolperstelle wird. Mit einem Fliesenprogramm, das von R9 bis R12 in derselben Optik verfügbar ist, lässt sich der Boden durchziehen – die Anforderung wird über die Ausführung erfüllt, nicht über einen Materialwechsel.

Schmutzfangzone am Eingang

Der Eingang entscheidet darüber, wie viel Nässe und Streusalz in die Fläche gelangt. Sinnvoll ist eine ausreichend lange Schmutzfangzone – als Faustregel mehrere Schrittlängen, damit Sohlen tatsächlich abtrocknen. Der Belag selbst wird dort mit erhöhter Rutschhemmung ausgeführt; im Außenbereich mit Verdrängungsraum, weil Regen und Schnee direkt einwirken.

Theke, Vorbereitung und Backbereich

Hinter der Theke gelten schnell andere Regeln: Bedienungsgänge für unverpacktes Fleisch verlangen R11, für Fisch R12; Verkaufsbereiche mit ortsfesten Fritteusen oder Grillanlagen R12 mit V4. Wo Fett anfällt, gehören Gefälle und ein Bodenablauf dazu – und ein epoxidharzgebundener Fugenmörtel, weil Fette und Reiniger zementäre Fugen angreifen.

Optik ohne Kompromiss bei der Technik

Für Verkaufs- und Ausstellungsflächen bieten sich große Formate und ruhige Farbtöne an; die glanzpolierte Ausführung wirkt hochwertig und bleibt dabei abriebfest, weil der Glanz aus dem Material und nicht aus einer Glasurschicht kommt. Wichtig ist die ehrliche Zuordnung: Glanzpoliert erreicht R9 und gehört damit in trockene Kundenbereiche, nicht in Nassbereiche oder hinter die Theke.

Umbau und Filialkonzepte

Gewerbeflächen werden umgebaut, Sortimente verschoben, Theken versetzt. Ein keramischer Boden lässt sich abschnittsweise anpassen: Die betroffenen Fliesen werden getauscht, der Rest bleibt liegen. Für Filialkonzepte ist zusätzlich interessant, dass Format und Farbton über Jahre lieferbar bleiben – Voraussetzung dafür, dass eine Nachrüstung später noch zum Bestand passt.

Häufige Fragen zu Böden in Gewerbeflächen

Welche Rutschhemmung braucht ein Verkaufsraum?

Verkaufsräume, Kundenräume, Kassen- und Packbereiche sind mit R9 eingestuft, ebenso Bedienungsgänge außerhalb der Lebensmittelbereiche. Sobald unverpackte Lebensmittel verarbeitet werden, steigt die Anforderung: Bedienungsgang für Fleisch und Wurst R11, für Fisch R12, Verkaufsbereiche mit Fritteusen oder Grillanlagen R12 mit V4. Verbindlich wird die Einstufung über Ihre Gefährdungsbeurteilung.

Kann ich Verkaufsraum und Lager mit demselben Belag ausstatten?

Ja, und das ist meist die bessere Lösung. Dieselbe Fliesenserie ist in unterschiedlichen Rutschhemmungen verfügbar – R9 im Verkauf, R10 oder R11 im Lager, R12 dort, wo Fett oder Nässe anfallen. Format, Farbton und Aufbauhöhe bleiben gleich, dadurch entfallen Übergangsprofile und die typischen Schwachstellen an Türschwellen.

Sind glanzpolierte Fliesen rutschig?

Die glanzpolierte Ausführung erreicht R9 und ist damit für trockene Kundenbereiche geeignet – für Nassbereiche oder Flächen hinter der Theke ist sie es nicht. Der Glanz entsteht durch Politur der Feinsteinzeugoberfläche und nicht durch eine Glasur; er ist deshalb extrem abriebfest und hält auch starkem Publikumsverkehr stand.

Wie lange hält so ein Boden im Ladengeschäft?

Bei keramischen Industriefliesen wird von einer Nutzungsdauer von über 40 Jahren ohne Sanierungsmaßnahmen ausgegangen. Weil die Fliesen durchgefärbt sind, verändert auch Abrieb das Erscheinungsbild nicht – anders als bei Belägen, deren Nutzschicht eine Beschichtung ist. Für Filialkonzepte ist zusätzlich wichtig, dass sich einzelne Flächen später passend ergänzen lassen.

Was ist am Eingang zu beachten?

Zwei Dinge: eine ausreichend lange Schmutzfangzone, damit Nässe und Streusalz nicht in die Fläche getragen werden, und die richtige Ausführung. Eingangsbereiche innen sind mit R9 eingestuft, Eingangsbereiche von außen und Außentreppen mit R11 oder R10 mit Verdrängungsraum. Frostbeständiges Feinsteinzeug erlaubt es, den Belag über die Schwelle nach draußen zu führen.

Eignet sich der Boden auch für Handwerksbetriebe mit Verkauf?

Ja – gerade dort, wo Werkstatt oder Produktion und Verkauf zusammenliegen. Für Fleischbearbeitung im Handwerksbetrieb mit Verkauf sieht die Vorschrift R12 mit V8 vor, für den Verkaufsraum davor R9. Beides ist innerhalb derselben Fliesenserie darstellbar, sodass der Übergang optisch nicht auffällt.

©KI-generiertes Symbolbild – keine Originalaufnahme

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Andreas Kirchner - Rudex Import Export GmbH - Industriefiesen.de
Andreas Kirchner
Geschäftsführer
Bruchwiesen 10
21217 Seevetal
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