Planung: erst die Entwässerung, dann das Raster
In der Küche steht die Technik zuerst: Wo stehen Kombidämpfer, Kippbratpfanne und Spülmaschine, wo laufen Rinnen, wo liegen die Abläufe? Aus dieser Anordnung ergeben sich Gefälle und Fliesenraster. Wird umgekehrt vorgegangen, entstehen an den Rinnen schmale Passstücke – ausgerechnet an der Stelle, an der täglich mit Bürste und Hochdruck gearbeitet wird.
Ein Programm, mehrere Ausführungen
Küche, Spülraum und Ausgabe brauchen unterschiedliche Bewertungsgruppen. Statt für jeden Bereich ein anderes Produkt zu wählen, lässt sich dieselbe Fliesenserie in unterschiedlichen Ausführungen einsetzen: R12 mit Verdrängungsraum im Koch- und Spülbereich, R10 in der Ausgabe, R9 im Speiseraum. Format und Farbton bleiben gleich, die Fläche wirkt als Einheit, und Ersatzmaterial passt überall.
Verdrängungsraum und Reinigung
Ein Verdrängungsraum nimmt Fett und Flüssigkeit unter der Gehebene auf – das erhöht die Sicherheit, verlangt aber ein Reinigungsverfahren, das auch das Profil erreicht. Sinnvoll sind Schrubbautomaten oder Bürsten mit ausreichendem Anpressdruck; ein feuchtes Wischtuch reicht nicht. Wo die Vorschrift keinen Verdrängungsraum verlangt, sollte er auch nicht eingebaut werden: Er macht die Reinigung aufwendiger, ohne Sicherheit hinzuzugewinnen.
Reinigungsmittel
Für die tägliche Reinigung eignen sich alkalische, nicht rückfettende Fettlöser. Wachshaltige Pflegemittel sind in der Küche besonders kritisch: Sie bilden einen Film, auf dem Fett haftet und der die Trittsicherheit deutlich verringert. Flusssäurehaltige Reiniger zerstören die Fliesenoberfläche und dürfen nicht eingesetzt werden.
Sanierung ohne langen Stillstand
Küchen lassen sich selten wochenlang schließen. Keramische Böden können abschnittsweise erneuert werden – etwa der Spülbereich in den Betriebsferien, der Kochbereich im nächsten Schritt. Wichtig ist, Aufbauhöhen an Türen, Rinnen und Geräteanschlüssen vorher aufzunehmen und eine Materialreserve einzuplanen.