Der Belag ist Teil der Kälteplanung
Im Kühlhaus liegt unter dem Boden ein Dämmpaket mit Dampfsperre; darüber folgt der lastverteilende Aufbau und erst dann der Belag. Diese Reihenfolge bestimmt die Aufbauhöhe an Toren und Rampen. Deshalb gehört die Wahl des Bodenbelags früh in die Planung mit dem Kälteanlagenbauer – nachträglich lässt sich eine fehlende Aufbauhöhe kaum korrigieren.
Bewegung durch Temperatur
Zwischen einem Tiefkühlraum bei minus 24 Grad und der angrenzenden Halle liegen leicht 45 Kelvin. Solche Unterschiede verlangen ein engeres Feldraster als in beheizten Bereichen und eine Bewegungsfuge genau in der Torachse. Wo das fehlt, zeigt sich die Spannung zuerst an den Fugen im Türbereich.
Kondensat und Sockel
Feuchte Hallenluft, die auf kalte Flächen trifft, schlägt sich nieder. Ein Hohlkehlsockel mit hochgezogener Abdichtung verhindert, dass Kondensat hinter den Belag läuft und dort gefriert. Gleichzeitig lässt sich der gerundete Übergang bei der Reinigung vollständig erreichen.
Reinigung
Gereinigt wird üblicherweise beim Abtauen. Die nicht saugende Oberfläche nimmt weder Wasser noch Gerüche auf und lässt sich mit den üblichen Desinfektionsmitteln behandeln. Für die Fugen gilt auch hier: epoxidharzgebunden, damit Reiniger und Desinfektion sie nicht angreifen.