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ZAHNA-FLIESEN GmbH

Unglasiertes Feinsteinzeug aus Sachsen-Anhalt
für Industrie- und Gewerbeböden

Die ZAHNA-FLIESEN GmbH produziert am Standort Zahna bei Lutherstadt Wittenberg unglasiertes Feinsteinzeug für Industrie- und Gewerbeböden. Der Betrieb geht auf ein 1891 gegründetes Tonplattenwerk zurück und ist auf Rüttelbeläge für hoch belastete Großflächen spezialisiert.

Fertigung seit 1891Produktion am Standort Zahna bei Lutherstadt Wittenberg, hervorgegangen aus einem 1891 gegründeten Tonplattenwerk.
Brand bei 1.240 °CRund zwei Stunden im Rollenofen – daraus resultiert der dicht gesinterte Scherben mit unter 0,5 % Wasseraufnahme.
Spezialist für RüttelbelägeGüteüberwachter Zulieferer im Arbeitskreis Qualitätssicherung Rüttelbeläge (AKQR).
Geprüft und zertifiziertDIN EN 14411 Gruppe BIa, UPEC-Zertifizierung, Prüfungen in deutschen, französischen und englischen Laboren.

Industriefliesen von Zahna-Fliesen

Die Produktaufnahme für dieses Programm ist in Vorbereitung. Für konkrete Anfragen zu Formaten, Farben und Rutschhemmung sprechen Sie uns gerne an.

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Andreas Kirchner - Rudex Import Export GmbH - Industriefiesen.de
Andreas Kirchner
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Einsatzbereiche

Typische Anwendungen für unglasiertes Feinsteinzeug im Rüttelbelag.

Produktionshallen
Werkstätten
Lager & Logistik
Lebensmittelindustrie
Großküchen
Chemische Industrie
Getränkeindustrie
Gewerbe

Technische Informationen

Einordnung nach Norm

Das Programm ist trockengepresstes, unglasiertes Feinsteinzeug mit einer Wasseraufnahme von höchstens 0,5 Prozent und entspricht damit der Gruppe BIa nach DIN EN 14411:2016. Die Fliesen sind für Innen- und Außenflächen vorgesehen.

Geprüfte Kennwerte

Die vom Hersteller angegebenen Anforderungen nach DIN EN 14411 im Überblick:

  • Länge und Breite: ± 0,6 Prozent, maximal 2 mm (EN ISO 10545-2)
  • Dicke: ± 5 Prozent, maximal 0,5 mm
  • Geradheit der Kanten und Rechtwinkligkeit: ± 0,5 Prozent
  • Ebenflächigkeit: ± 0,5 Prozent, maximal 2 mm
  • Oberflächenbeschaffenheit: mindestens 95 Prozent fehlerfrei
  • Wasseraufnahme: maximal 0,5 Prozent (EN ISO 10545-3)
  • Biegezugfestigkeit: mindestens 35 N/mm² (EN ISO 10545-4)
  • Bruchlast: mindestens 1.300 N (EN ISO 10545-4)
  • Widerstand gegen Tiefenverschleiß: maximal 175 mm³ (EN ISO 10545-6)
  • Frostbeständigkeit: bestanden (EN ISO 10545-12)
  • Chemische Beständigkeit: mindestens Klasse B (EN ISO 10545-13)
  • Fleckbeständigkeit: geprüft (EN ISO 10545-14)

Prüfzertifikate stellt der Hersteller auf Anfrage zur Verfügung.

Rutschhemmung

Das Industrieprogramm ist in mehreren Bewertungsgruppen verfügbar – von R10 über R11 und R12 bis zu Ausführungen mit Verdrängungsraum (unter anderem R12/V4, R12/V8 und R13/V10). Damit lassen sich Bereiche mit sehr unterschiedlicher Einstufung innerhalb eines Programms abdecken.

Verlegung

Die Fliesen sind rüttelverlegbar; der Z-Spacer® gibt die Fugenbreite vor und schützt die Kanten beim Einrütteln. Ein Trockenschnitt ist möglich. Der Hersteller weist darauf hin, Material aus mehreren Paketen und Paletten zu mischen und Fliesen unterschiedlicher Nuancen nicht gemeinsam zu verlegen. Für Außenflächen sind geeignete Bauchemie und Drainage einzuplanen.

Reinigung

Nach der Verlegung ist eine gründliche Bauschlussreinigung erforderlich, um Zementschleier zu entfernen. Für den laufenden Betrieb gelten die üblichen Grundsätze für unglasiertes Feinsteinzeug: keine filmbildenden Pflegemittel, keine flusssäurehaltigen Reiniger. Maßgeblich sind die Reinigungs- und Pflegehinweise des Herstellers.

Über Zahna-Fliesen

Ein Standort mit über hundert Jahren Fliesengeschichte

Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis 1891 zurück: In Zahna, unweit der Lutherstadt Wittenberg, entstand damals ein Tonplattenwerk, das Fliesen im Trockenpressverfahren herstellte. Für die Standortwahl sprachen die Tonvorkommen in unmittelbarer Nähe und die Nachfrage aus dem wachsenden Berlin. Das Werk entwickelte sich rasch – in den 1930er-Jahren arbeiteten dort über 600 Menschen, und es zählte zu den größten Fliesenwerken Deutschlands.

Heute führt die ZAHNA-FLIESEN GmbH diese Fertigung am selben Ort fort. Das Programm teilt sich in zwei Bereiche: unglasiertes Feinsteinzeug für Industrie- und Gewerbeböden sowie historische Fliesenformate für Sanierung und Denkmalpflege.

Wie die Fliesen entstehen

Die Herstellung folgt dem klassischen Weg des dicht gesinterten Feinsteinzeugs: Ausgewählte Rohstoffe werden aufbereitet, auf computergesteuerten hydraulischen Pressen geformt, getrocknet und anschließend rund zwei Stunden bei 1.240 Grad Celsius im Rollenofen gebrannt. Bei dieser Temperatur sintert der Scherben dicht – daraus ergeben sich die Eigenschaften, auf die es im Industrieboden ankommt: eine Wasseraufnahme unter 0,5 Prozent, hohe Druckfestigkeit sowie Beständigkeit gegen Säuren, Laugen und Frost.

Kameras und optische Messtechnik prüfen die Fliesen während der Produktion auf Farbgleichheit, Kaliber, Ebenflächigkeit und Maßhaltigkeit. Diese Maßgenauigkeit ist die Voraussetzung dafür, dass große Flächen als Rüttelbelag ausgeführt werden können.

Spezialisierung auf den Rüttelbelag

Der keramische Rüttelbelag ist ein Verlegesystem für große, hoch belastete Flächen im gewerblichen und industriellen Bereich. Dabei werden besonders starke Fliesen maschinell in ein frisches Mörtelbett eingerüttelt. Belag und Bettung bilden anschließend eine kompakte Einheit – das Verfahren erzeugt genau die hohlraumfreie Einbettung, auf die es bei Punktlasten ankommt, und ermöglicht gleichzeitig ein zügiges Arbeiten auf großen Flächen.

Zahna-Fliesen ist als güteüberwachter Zulieferer im Arbeitskreis Qualitätssicherung Rüttelbeläge (AKQR) gelistet. Die Produkte wurden zudem in deutschen, französischen und englischen Prüflaboren untersucht und tragen die UPEC-Zertifizierung.

Zwei technische Merkmale

Der Z-Spacer® ist eine Profilierung an den Fliesenflanken. Sie hält beim Verlegen eine definierte Fugenbreite ein, lässt den Fugenraum über die gesamte Tiefe offen und schützt die Fliesenoberkanten beim Einrütteln vor Abplatzungen. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiges, standfestes Fugenbild – wichtig auch bei elektrostatisch ableitfähigen Bodenaufbauten, bei denen die durchgehende Verbindung zwischen Mörtelbett und Fugenmasse zählt.

Kerasiegel bezeichnet eine keramische Oberflächenvergütung, die vor dem Brand aufgebracht und dabei dauerhaft mit dem Scherben verbunden wird. Sie soll die Fläche unempfindlicher gegen Verschmutzung machen und die Reinigung erleichtern; eine nachträgliche Imprägnierung entfällt. Optisch entsteht ein seidenmatter Glanz mit etwas intensiverer Farbwirkung.

Herstellung in Deutschland

Die Fliesen werden vollständig am deutschen Standort gefertigt. Der Rohstoff stammt überwiegend aus der Region, was die Transportwege kurz hält. Nach Herstellerangaben sind die Fliesen zu hundert Prozent recycelbar und emissionsfrei im Sinne flüchtiger organischer Verbindungen; ein Teil der Produktion läuft über Recyclingmaterial.

©KI-generiertes Symbolbild – keine Originalaufnahme

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Andreas Kirchner
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